Programm 2010
SO. 25. APRIL > 18 UHR > Pavillion
> 29 STRINGS <
Gunda Gottschalk, Violine
Joelle Léandre, Kontrabass
Xu Feng Xia, Guzheng
Drei international renommierte Improvisationskünstlerinnen, Global Player wie Peter Kowald, mit dem sie in früheren Zeiten musikalisch und freundschaftlich verbunden waren. Nur einmal haben sie bisher im Trio zusammen gespielt, bei einem Festival in San Franzisco: Die studierte Geigerin Gunda Gottschalk, die das Wuppertaler Improvisationsorchester mit gegründet hat, die Kontrabassistin Joëlle Léandre, die unter anderem bei John Cage und Morton Feldman studierte, bevor sie zur freien Musik kam und Xu Fengxia, die an klassischen chinesischen Saiteninstrumenten geschulte Virtuosin, die noch kurz vor seinem Tod mit Peter Kowald zusammen spielte. Sie spielen solo, im Duo und Trio: auf 29 Saiten !
CD-Tipp: Peter Kowald “Global Village”
(free elephant)
*In Verbindung mit der Peter Kowald
Gesellschaft / ort e.V.
SO. 30. MAI > 18 UHR > Pavillion
> Klingende Steine schwingende Saiten <
Limpe Fuchs & Zoro Babel
Musik machen im Zeitfluss, mit Einfachheit und Emotion. Limpe Fuchs und Zoro Babel lassen sich ein auf die Resonanz des Aufführungsortes und entwickeln dazu die musikalischen Ideen. Sie benutzen die Fülle des Klangmaterials: Variable Holz - und Steinreihen, klingende Bronze in den Pendelsaiten, und Instrumente wie Fell- und Bronzetrommeln, Violine, Holzhorn. Limpe Fuchs ist eine der phantasievollsten Klangkünstlerinnen der experimentellen Musikszene, der Perkussionist Zoro Babel hat sich als Komponist für Theater und Film und als Klangregisseur bekannt gemacht. Im Dialog bilden sie Klangereignisse, im Spiel der Gegensätze und Gemeinsamkeiten. Ein Ausspruch des Komponisten Helmut Lachenmann: „Ich bin auf der Suche nach dem Klang, die Limpe Fuchs hat ihn schon gefunden“.
„Occhio - Momente 2” (Seven Legged Spiders)
SA. 19. JUNI > 19 UHR > Open Air
> PRIMAVERA EN SALONICO <
Savina Yannatou, Gesang
Kostas Vomvolos, Kanoun, Akkordeon
Yannis Alexandris, Oud, Gitarre
Kyriakos Gouventas, Violine
Harris Lambrakis, Nay
Michalis Siganidis, Kontrabass
Kostas Theodorou, Perkussion
Savina Yannatou ist als Sängerin traditioneller griechischer Lieder ebenso bekannt wie als Interpretin klassischer Kompositionen und als Vokalistin in freier Improvisation. Mit ihrem Ensemble Primavera en Salonico nahm sie sich der Tradition der sephardischen Lieder an und widmet sich der Musik des Mittelmeerraumes und des Mittleren Ostens. „Die griechische Sängerin zeigt einmal mehr, dass sie längst einen Platz in der ersten Liga der Weltmusik verdient hat. Mit grandioser Begleitung führt sie musikalische Ingredienzien aus Okzident und Orient zusammen.“, vermerkt der Musikjournalist Nick Joyce (Radiomagazin/Schweiz).
„CD-Tipp: Savina Yannatou Primavera en Salonico “Songs Of An Other” (ECM)
SO. 20. JUNI > 18 UHR > Open Air
> TRIBUTE TO CHARLIE MARIANO <
Bobby Stern, Saxofon
Philip Catherine, Gitarre
Jasper van't Hof, Piano
Dieter Ilg, Bass
Aldo Romano, Schlagzeug
„He’s Gone“, so heißt eine berührende Ballade des großen Altsaxofonisten und musikalischen Weltbürgers Charlie Mariano, der im Juni 2009 verstarb. Seine Musik aber lebt. Jetzt spielen einige der wichtigsten Weggefährten seiner europäischen Jahre die Musik, die sie mit ihm teilten. Tastenderwisch Jasper van’t Hof und Saitenzauberer Philip Catherine gründeten 1973 mit Mariano und mit Aldo Romano am Schlagzeug die Gruppe Pork Pie, eine der einflussreichsten Jazzrock-Formationen in Europa. Der profilierte Kontrabassist Dieter Ilg gehörte in Marianos letzten Lebensjahren zu dessen bevorzugten Partnern. Den Saxofon-Part übernimmt Bobby Stern, Marianos erste Wahl, wenn der in den letzten Jahren ein Gegenüber am Saxofon suchte.
„Occhio - Momente 2” (Seven Legged Spiders)
SO. 4. JULI > 18 UHR > Open Air
> DEVIL QUARTET <
Paolo Fresu, Trompete
Bebo Ferra Gitarre
Paolino Dalla Porta, Kontrabass
Stefano Bagnoli Schlagzeug
„Ursprünglich von Miles Davis beeinflusst, emanzipierte sich Paolo Fresu als einer der besten Jazztrompeter Europas. Fresu ist ein überzeugter Grenzgänger zwischen den Stilen: Ob in Bebop oder Balladen, Soul Jazz oder Fusion. Im Zusammenspiel mit dem Gitarristen Bebo Ferra, dem Bassisten Paolino Dalla Porta und Stefano Bagnoli am Schlagzeug gelingt es Fresu, ein bemerkenswertes Spektrum an tonaler Aussagekraft und Modulation auszuschöpfen. Paolo Fresu ist künstlerischer Leiter des Festivals „Time in jazz“in Berchidda, seinem Geburtsort auf Sardinien, er wurde mit dem europäischen Jazzpreis Django d’Or als bester europäischer Musiker ausgezeichnet, sein aktuelles Duo-Album mit Ralph Towner erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik.
CD-Tipp: Paolo Fresu Devil Quartet „Stanley Music!“ (Blue Note)
FR. 27. August > 20 UHR > Open Air
> GRAND MIT VIEREN <
Günter Baby Sommer, Schlagzeug
Manfred Schoof, Trompete
Gianluigi Trovesi, Klarinette
Barre Phillips, Bass
„Im September 1981 kam es bei einem Konzert der Jazz Werkstatt in Peitz zu einer Ost-West-Begegnung der besonderen Art: der Trompeter Manfred Schoof aus Köln, der italienische Klarinettist Gianluigi Trovesi, der amerikanische Bassist Barre Phillips und der Dresdner Schlagzeuger Günter Baby Sommer traten gemeinsam auf. Zu der Zeit war die brandenburgische Kleinstadt für die Musikfreunde aus allen Teilen der DDR das Mekka des Jazz, wie hierzulande das Moers-Festival. Der Mitschnitt von damals ist nun unter dem Titel “Grand mit Vieren” als CD erschienen. Das Wuppertaler Konzert ist eine der seltenen Gelegenheit die vier Musiker, die sich auf Initiative von Baby Sommer nach fast drei Jahrzehnten wiedervereinigt haben, zusammen zu erleben.
CD-Tipp: Sommer – Schoof – Trovesi – Phillips „Peitzer Grand Mit Vieren“ (Jazzwerkstatt)
SA. 28. August > 19 UHR > Open Air
> SOLEDAD <
Manu Comté, Akkordeon
Jean-Frédéric Molard, Violine
Alexander Gurning, Piano
Patrick De Schuyter, Gitarre
Géry Cambier, Kontrabass
Das Ensemble SOLEDAD wurde 1995 in Brüssel gegründet, als fünf junge Musikstudenten ihre gemeinsame Leidenschaft für Astor Piazzolla entdeckten. SOLEDAD wurde eines der ersten Ensembles, die sich auf die Interpretation des Tango Nuevo spezialisierten. Aber auch Stücke von Egberto Gismonti und Igor Stravinsky sowie eigene Kompostionen gehören zum Repertoire. Die gewählte Besetzung mit Akkordeon/Bandoneon, Violine, Klavier, Gitarre und Kontrabass vereint klassische Virtuosität mit einem hohen emotionalen Gehalt. „Soledad verbinden Intelligenz, Können und Sex-Appeal“, so äußerte sich begeistert die klassische Pianistin Martha Argerich nach einer Konzertbegegnung.
CD-Tipp: „Soledad In Concert“ (enja)
SO 29. August > 18 UHR > Open Air
> DUO <
Jean Luc Ponty & Wolfgang Dauner
Bereits 1967 kam es zum ersten Zusammentreffen und zu Plattenaufnahmen von Wolfgang Dauner und Jean Luc Ponty. In dieser Zeit begann Ponty, eine elektrische Violine zu verwenden. Er spielte mit Frank Zappa, mit John McLaughlins Mahavishnu Orchestra und war mit eigenen Projekten in den USA erfolgreich. Wolfgang Dauner hatte ein Piano-Trio, bevor er die Fusionband Et Cetera gründete und später mit dem United Jazz and Rock Ensemble Erfolge feierte. Er war Leiter der Radio Jazz Group Stuttgart, machte Kinder- und Jugendsendungen für das Fernsehen, war Produzent bei Konstantin Wecker, komponierte Filmmusik, schrieb Orchesterwerke und eine Jazz-Oper. Die erneute Begegnung von Ponty und Dauner ist ein seltenes musikalisches Erlebnis: „Die Zeit intensiv zu nutzen, sie durch bewusstes Erleben zu verdichten, dieser Zug der reiferen Jahre trägt bei Dauner und Ponty Früchte. Intensiv und sensibel ist ihre Musik, die den Jazz mit der Disziplin der Klassik verbindet.“ schrieb Harald Ruppert (Südkurier).
CD-Tipp:
Jean Luc Ponty “The Acatama Experience” (Koch Records)
Wolfgang Dauner – Jean Luc Ponty u.a. „Free Action“ (MPS))



